Krake ist antisemitisch!

Das jedenfalls verkündet die berüchtigte Lobby-Organisation Simon-Wiesenthal-Center. Und wenn das Simon-Wiesenthal-Center das verkündet, dann ist das für die Antideutschen natürlich Gottes Wort, also verkünden sie das auch. Es ist also klar, dass ein wahrhaft linientreuer Antideutscher an der TTIP-Demo nicht teilnehmen kann. Denn:

harryliebs 2Die Frau, die das postete, bezeichnet sich im Avatar unter dem antideutsch-üblichen „Deutschland, du mieses Stück Scheisse“ als israelsolidarisches feministisches Prinzesschen (weniger romantische Charaktere nennen so was Tussi).
Der ehemalige Pirat Harry Liebs aka #Räucherharry liket das.

nabertronic 2

Nun ist aber der Krake das Symbol von Digitalcourage. Der Datenkrake. Ein durchaus treffendes Symbol, wenn man bedenkt wie die Datensammel- und Analysewut insbesondere der USA sich wie ein Krake über Politik und Gesellschaft legt.
Nichts desto trotz, USA-treue Antideutsche, die gegen eine sorgfältige Überwachung der deutschen Gesellschaft gewiss nichts haben, im Gegenteil, setzen andere Prioritäten, wie hier der Beisitzer im Bundesvorstand der Grünen Jugend, Alexander Nabert:

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, mir erscheint die Antipropaganda zur TTIP-Demo denn doch etwas zu durchsichtig.

Nabert fand dann auch gleich einen weiteren Kraken:
nabertronic

Krake ist eben antisemitisch.

220px-Oktopus-Orakel_PaulHier Foto eines  dieser notorischen Antisemiten, Paul aus Oberhausen, der zu Lebzeiten als Fußballorakel fungierte, der Grund, warum die Antideutschen in ihrem tapferen Kampf gegen Antisemitismus bei der WM 2010 die Deutschlandfahnen von Autos und Balkonen holten.
So hängt das zusammen 😉

Der auch Piraten sattsam bekannte Telegehirn darf natürlich in der Reihe nicht fehlen, womit wir denn auch wieder das sattsam bekannte antideutsche Argument hätten, wer gegen Finanzkapital ist, ist Antisemit, denn in Wirklichkeit meine er damit die Juden. So hört sich das eben an, wenn der neoliberale Kapitalismus sich propagandistisch auf die Ebene der Straßendemos begibt.

Telegehirn

Wenn dazu nun eine antideutsche Antifagruppe einen Witz macht, kann einen das schon auf Gedanken bringen.

antifa

Schwer moniert wurde ebenfalls ein Plakat mit einem Zitat von Theodor Körner – vom ehemaligen Piraten Frank Roeder, der nun als „Antipirat“ firmiert:

FraRoeBerFrau Jungle World Wittich, nicht faul, beeilte sich zu ergoogeln, dass einst auch die Nazis sich auf dieses Gedicht bezogen haben sollen:

elquee 2Dass Körner, in der Familie aufgewachsen mit den ganz Großen seiner Zeit, Goethe und Schiller, nichts dafür konnte, dürfte ihr egal sein.

Immerhin gab es auch Verteidiger des nationalistischen Krieges gegen Napoleon.

ennomane 2Nationalismus ist eben nur manchmal nicht so gut.

ennomaneJungle-World-Wittich ist nicht die einzige Journalistin, die tapfer gegen die Großdemonstration anzustinken trachtete. Für SPON machte sich auch Alexander Neubacher an die Arbeit, aus dem großen Haufen die schwarzen Schafe zu sortieren. Was nicht allzu schwer sein dürfte: sollten die Teilnehmerangaben der Veranstalter stimmen, dann dürften, wenn wir nur mit unrealistisch wenigen 1 % krummer Hunde in jedem Haufen rechnen, 2.500 dabei gewesen sein. Sowas findet man.
Neubacher hatte übrigens von vorn herein etwas gegen die TTIP-Demo. So, wie er von vorn herein etwas gegen die linke griechische Regierung Tsipras hatte – und auch da machte er von der Methode Gebrauch, ihr rechte Kontakte zu unterstellen. Das scheint im Moment in Mode zu sein: wer gegen irgend eine linke Bewegung ankämpfen will, unterstellt ihr verdächtige Kontakte nach radikal rechts.
Natürlich darf in unserer Reihe das wohl bekannte Ekelchen nicht fehlen

ekeliasund gaaanz, gaanz vorsichtig traut sich Räucherharry, ein kleines bisschen von Durchgreifen aber Klotziges zu träumen.

harryliebsWer glaubt eigentlich noch, diese Leute hätten von ihren Grundüberzeugungen her jemals etwas mit Piraten zu tun gehabt?

250.000 Teilnehmer gaben die Veranstalter an, 100.000 die Polizei. Das ist das erste Mal seit elend langer Zeit, dass das Netz wieder eine relevante Anzahl zu einer Demonstration zusammen gebracht hat. Wobei die gefledderten Piraten den geringsten Anteil daran geleistet haben dürften. Doch vielleicht wird anhand der Diffamierungsmethodik erkennbar, dass auch die Gegenseite nicht faul ist und gegen Demokratisierungs-, Teilhabe- und Transparenzbewegungen vorgeht, da, wo sie ist: im Netz. Sie hat dabei vieles zerstört. So führte die Zersplitterung, wonach kein Grüppchen mit irgend einem anderen demonstrieren durfte, zu Demonstrationen mit höchstens 50 Teilnehmern, tapfer, aber lächerlich – und vollkommen machtlos. Der Nahe Osten hat mit solchen Manipulations- und Unterwanderungsbemühungen mehr Erfahrung. Der schert sich nicht um Sprüche und macht sich nicht abhängig von Reputation und Anerkennung, die man auf Seiten der angeblich Reichen und Mächtigen gewinnen könnte und sein Netz wird verdammt ernst genommen.
Man könnte ja mal was davon lernen …

Antideutsches Fußballfest

WM 2014Zuweilen fressen sie ja Kreide , die Antideutschen, um nicht so abseitig zu erscheinen, wie sie sind.  Was den braven Bürgerskindern noch nicht einmal schwer fallen sollte, ist doch der extremistische Anstrich für sie weiter nichts als der Ausbruch aus dem Alltag, der schon mal langweilig wird. Doch – man kann ja nicht immer lieb sein und so finden sich Gelegenheiten, bei denen Spießers Neigung zum rantenden Hooligan durchbricht. Fußball ist da so’n Ding. Fußball walzt eben alles andere platt, schon im Vorfeld.

Die Fußball-WM wirft ihre Schatten voraus.Gartenzwerg Eines der Feste, bei denen der Spießer antideutscher Version sich mal so richtig über andere empören kann, denn genau das tut der deutsche Spießer am liebsten. Da Elke Wittich aka Elquee es gar nicht erwarten kann, hat sie damit schon mal in der Jungle World angefangen. Und dann auch gleich richtig, schon in der Überschrift: Das Schlandpack darf nicht zur Masse werden. Was schon mal auf eine weitere Eigenschaft des deutschen Spießers verweist: er ist kein Massenmensch. Nie nich. Masse sind immer die anderen. Etwas anderes wäre für unsere Egozentriker schier unerträglich. Von daher verweist schon die Überschrift auf ganz gewöhnliche Massenware. Die hat übrigens Tradition. In Mode kam sie im Biedermeier, als der brave Bürgersmann sich mit der Gartenlaube in selbige zurück zog und sich dort über die dumme Masse empörte.
Es ist, nebenbei bemerkt, klar, dass das mit Linkssein nicht das Mindeste zu tun hat. Wer links ist, ist Volk, ist Masse.

Da ich eher links bin, gehöre ich gerne zu ihrem „schwarz-rot-goldenen Pack“. Das Volk bin ich. Sicher nicht alleine, aber ich bin dabei. Mit mehreren schwarz-rot-goldenen Fahnen, Wimpeln, Blumenkette, Käppi und was so alles dazu gehört. Wesentlich auch zum Verleihen. Denn zum Fußballgucken auf die Ringe geht man nicht ohne. Sonst kann man sich nicht unterscheiden und landet womöglich in der falschen Kneipe: da, wo die Blau-Weißen, Grünen, Roten oder diverse Tricolorierte Fußball gucken. Ich gehöre also zu denen, die vor Nationalstolz platzen, sich schon vor dem Spiel besaufen, gefährlich sind, weil sie andere Leute verprügeln, speziell die mit anderer Hautfarbe, ebenso wie die ob des Fußballs ihre juristische Karriere gefährdende Tochter samt ihren Freunden und Kollegen, Deutschland-Pöbel, der nächtens in Fischteiche fällt oder beim Pipimachen in die Baugrube. Äh, wie meinen? Ach so, unsere Gartenlaubenleserin liest das Märchen auf der Kinderseite vor, über Degenhardts Rumpelstielzchen, das am Bahndamm wohnt, wo der Zug verkehrt, der von Schilda nach Schlaraffia fährt. Ja, wenn man die Wirklichkeit nicht zur Kenntnis nehmen mag, weil sie sich zu wenig für die  Existenz einer in ihren rosaroten Träumen huldvoll vom Balkon lächelnden Linksextremistenprinzessin interessiert …

Nächsten Monat beginnt sie, die Fußball-WM in Brasilien. Ja, es gibt eine Menge ekliger sozialer Probleme im Vorfeld. Aber wir Kölner mögen die Brasilianer, haben vieles mit ihnen gemeinsam und wünschen ihnen alles Gute für ihre WM. Für unser Veedel beginnt sie damit, dass antideutschauf der Dachterrasse des Hauses an der Ecke die Deutschlandfahne gehisst wird. Ordentlich an einer veritablen Fahnenstange. Ich vermute, der Eigentümer ist Polizist, die nämlich dürfen die entsorgten offiziellen Flaggen übernehmen, so richtig mit Adler, wie der Polizist von schräg gegenüber immer eine aus dem Fenster hängen hat. Es wird nicht die einzige sein, auch nicht die einzige in diesen Farben, denn wenn sie nicht umgezogen sind, wird auch die schwedische wieder dort hängen und die aus Mexiko. Und einen Straßenzug weiter an der Hauptstraße dann das Rot mit Halbmond der Türken. Ich werde es auch nicht versäumen, am Volksgarten lang zu fahren; gucken, ob die Italiener wieder ihre mindestens 15 m lange Fahne über mehrere Stockwerke hängen haben.

Voll besetzt werden an den Spieltagen wieder die Cafés und Kneipen an den Ringen sein mit in ihren Landesfarben kostümierten Fans und nach zwei Stunden gibt’s dann den Autocorso der Sieger – wer das Spiel nicht gesehen hat, bekommt so sein Ende mit. Oh ja, es macht Spaß. Es macht Spaß, sich gegenseitig Glück zu wünschen und anzupflaumen, mal Gegner sein, am nächsten Spieltag dann Verbündeter.

Offenbar gibt es in diesem Jahr für die moralinsauren antideutschen berliner Spießer noch eine Extraportion zum Empören: am 21. Juni findet dort der CSD statt. Und Deutschland gegen Ghana. Dürfte klar sein, wer hier den Hauptzulauf erhält.

Selbst dran schuld.  In Köln ist der CSD am 6. Juli. Spielfreier Tag. Natürlich. Was denn sonst. Schwule wollen schließlich auch Fußball gucken.
In diesem Sinne: viel Spaß beim Public Viewing!

Fußball D